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MUSEUM

Das MUSEUM Rosice nad Labem wird vom Pardubicer Verein für die Geschichte des Eisenbahnverkehrs betrieben. Es befindet sich im Gebäude des ehemaligen Wasserwerks auf dem Bahnhof Pardubice – Rosice n. L. Das Wasserwerk entstand im Jahr 1871 beim Aufbau der Strecke Pardubice – Havlíèkùv Brod. Ursprünglich diente es zur Versorgung von Dampflokomotiven mit Wasser. Im mittleren Teil befand sich der Maschinenraum, im rechten Flügel die Wohnung des Maschinisten und im linken Büros. Der Maschinenraum bestand aus einer Dampfmaschine, welche die Maschine für den Transport des Wassers aus der Quelle antrieb. Um das Jahr 1930 wurde die Dampfmaschine durch eine elektrische Pumpe ersetzt und ein stabiler Motor und ein Dynamo wurden die Stromquelle. Der Betrieb des Wasserwerks wurde im Jahr 1979 beendet. Die Wohnungen in den anliegenden Flügeln dienten bis zum Jahr 1992. Danach verfiel das Objekt und wurde ein Unterschlupf für Obdachlose.

Seit ihrem Aufbau wurde das Wasserwerk baulich nicht verändert, und es ist ein Beispiel für die Bahnarchitektur der Region Pardubice. Das Objekt wurde hergerichtet und wird als Museum genutzt. Das Gebäude hat das Statut eines Kulturdenkmals der Tschechischen Republik.

Die Ausstellung des MUSEUMS Rosice n. L. umfasst eine abgerundete Sammlung kleinerer Artefakte, welche die Geschichte des Eisenbahn- und Stadtverkehrs in der Region Pardubice und auf den anliegenden Bahnstrecken dokumentieren. Der Besucher hat hier die Möglichkeit, in sechs Ausstellungsräumen und einer Freiausstellung insgesamt ca. 700 St. unterschiedlicher Gegenstände und Archivalien zu sehen. Das größte Exponat ist der Triebwagen M131.1116 (Tatra Kopøivnice, 1949). Er dient dem Verein als Gemeinschafts- und Klubraum. Gelegentlich wird er für Ausstellungen genutzt. Im Freien befinden sich außerdem: eine mechanische Signaleinrichtung, ein Vorsignal, einige Arten von Bahnübergangssicherheitsanlagen und weiteres. Der ausgestellte Wagen mit einem Stück Gleis erinnert an die Schmalspurstrecke, die vom Gebäude des Museums zum Ufer der Elbe führte und zum Transport von Sand aus dem Fluss diente. In der Exposition im Gebäude ist ein Raum der Geschichte des Stadtverkehrs in Pardubice gewidmet. In den weiteren Räumen befinden sich Kleinigkeiten, die andere Eisenbahnmuseen in der Regel nicht vorführen: angefangen von einer Lampensammlung bis zu Uniformknöpfen.

Museum geöffnet Mai – Oktober, jeden Samstag, 10.00 – 17.00 Uhr.

Über den Verein

Der Pardubicer Verein für die Geschichte des Eisenbahnverkehrs (PSHŽD) entstand am Ende des Jahres 1990. Seine Entstehung geht auf den spontanen Wunsch mehrerer Personen zurück, die sich in ihrer Freizeit der Reparatur historischer Fahrzeuge widmen wollten. Das erste Ziel des Vereins war es, ein geeignetes Objekt zur Renovierung zu erhalten. Es siegte die Idee, den Triebwagen M 131.1 zu erhalten und zu reparieren. Im Laufe des folgenden Jahres gelang es, den M131.1228 aus dem agrochemischen Unternehmen Èeská Skalice zu erhalten. Mit großer Mithilfe der damaligen Tschechoslowakischen Bahnen (ÈSD), später Tschechischen Bahnen (ÈD), gelang es, den Wagen Ende des Jahres 1992 in Betrieb zu nehmen. Im gleichen Jahr gelang es auch, den Torso eines Anhängewagens BDlm aus der Region Liberec zu erhalten. Es folgte ein weiterer Triebwagen M131.1133, der im Jahr 1995 in Betrieb genommen werden konnte. Außerdem setzt sich die Sammlungstätigkeit fort, durch die unterschiedliche kleinere Eisenbahnartefakte angesammelt wurden. Der Geschichte des Stadtverkehrs widmete sich der Verein ab 1997, als er den Oberleitungsbus 9Tr und später auch weitere Fahrzeug des ÖPNV erhielt.

Der Gedanke, ein Museum einzurichten, entstand Ende der 90er Jahre, wo der PSHŽD beschloss, für die gesammelten Artefakte eine ständige Exposition zu gründen. Ausgewählt wurde das Gebäude des ehemaligen Wasserwerks auf dem Bahnhof Rosice n. L. Ende des Jahres 2000 gelang es, das Objekt zur Nutzung zu bekommen, und es wurde mit den Renovierungsarbeiten begonnen. Zuerst war es notwendig, das Gebäude von den Überresten der Besiedlung durch Obdachlose zu räumen. Es folgten die statische Sicherstellung, die schrittweise Reparatur aller Dächer und Verputze. Das Wasserwerk erhielt renovierte Holzfenster, eine neue Elektroinstallation, ein System für die äußere Wasserableitung. Es wurde das Anfluggrün beseitigt und eine sorgfältige Reparatur der Fußböden durchgeführt. Die ständige Exposition des PSHŽD stellte sich erstmals im Herbst 2001 anlässlich des 130. Jahrestags der Strecke Pardubice – H. Brod vor. Die erste normale Saison begann im Jahr 2002.

            Außer dem Museum betreibt und veranstaltet der Verein Fahrten mit historischen Triebwagen M131.1, historischen Oberleitungsbussen, er veranstaltet Feiern von Streckenjahrestagen, Ausstellungen, Austauschtreffen von Modellbauern. Er führt Reparaturen, Wartung und Renovierung historischer Fahrzeuge, Exponate und des Museumsgebäudes durch. Seit 2008 bereitet er eine neue Exposition mit einem Dampfkessel und einer Maschine im Wasserwerk des Bahnhofs Slatiòany vor.

Triebwagen M131.1

Den Triebwagen M131.1133 produzierte die Tatra Kopøivnice im Jahr 1949. Gleich nach der Herstellung wurde er dem Lokomotivschuppen Hradec Králové übergeben. Er fuhr in Letohrad und Chlumec nad Cidlinou. Am 26.05.1976 fuhr er den letzten Zug auf der heute bereits aufgelösten Strecke Smidary – Vysoké Veselí ab. 1983 diente er auf der Strecke Sadová – Smiøice aus. Danach wurde er dem agrochemischen Unternehmen Sadová verkauft, wo er für den Transport von Waggons auf dem Rangiergleis diente. Im März 1987 war der Triebwagen im agrochemischen Unternehmen Sadová nicht mehr fahrbar und diente als Ersatzteilvorrat. Das Interieur war demoliert, die Antriebsaggregate unvollständig, das Gehäuse korrodiert, die Anstriche abgeblättert. Mit seiner Renovierung begannen zwei spätere Mitglieder des Vereins im Sommer 1987. Zu Beginn der 90er Jahre kehrte der Triebwagen M131.1133 zurück unter die Flügel der Tschechoslowakischen Bahnen und wurde in betriebsbereiten Zustand versetzt. Die Renovierung des Fahrzeugs war ganz in Regie des Vereins. Der Triebwagen gehört der ÈD, a.s. und wird voll vom Verein PSHŽD betrieben. Er ist als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik erklärt und geschützt. Der Triebwagen hat den Spitznamen Natascha.

Den Triebwagen M 131.1228 produzierte das Waggonwerk Studénka im Jahr 1951. Sein ganzes Leben fuhr er für das Depot Trutnov. 1982 diente er auf der Strecke Opoèno – Dobruška aus, wo diese Triebwagen auch Frachtwaggons zogen. Kurz darauf folgte der Verkauf in den Rangierbetrieb. Er fuhr für die Mrazírny Dašice, für die Zuckerfabrik Kopidlno und Pøedmìøice n. L. Seinen Rangierbetrieb beendete er auf dem Rangiergleis des agrochemischen Unternehmens Èeská Skalice, von wo er wieder zurück zu den Tschechoslowakischen Bahnen kam. 1991 wurde er gekauft und durch gemeinsame Kräfte mit den Tschechoslowakischen Bahnen, später Tschechische Bahnen, im Depot Pardubice Ende des Jahres 1992 in Betrieb genommen. Der Wagen ist in Besitz der ÈD, a.s. und wird voll vom Verein betrieben. Er ist als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik erklärt und geschützt. Der Triebwagen hat den Spitznamen Karel.

Den Anhängewagon BDlm 6-2011 produzierte das Waggonwerk Studénka im Jahr 1955. In Betrieb war er in Ostböhmen. Der Wagen diente Ende der 70er Jahre aus, und im Jahr 1992 gelang es nach komplizierten Verhandlungen, ihn zu bekommen. In Pardubice traf er in verwüstetem Zustand ein. Im gleichen Jahr wurde mit seiner Renovierung begonnen, die von Mitgliedern des PSHŽD durchgeführt wurde. Unter Mithilfe der Mitglieder des Depots der Tschechischen Bahnen gelang es, das einzigartige Warmwasserbeheizungssystem Friedmann in Betrieb zu nehmen. Das Wasser wird im Kessel unter dem Wagen erwärmt und durch Rohre über den ganzen Wagen verteilt. Der Wagen ist der einzige in der Tschechischen Republik mit dieser ursprünglich erhaltenen Beheizung. Die Renovierung wurde im Jahr 1993 beendet. Der Wagen ist Eigentum der ÈD, a.s. und wird voll vom Verein betrieben. Er ist als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik erklärt und geschützt. Auch dieser Wagen hat einen Spitznamen – er heißt Mirek.

Übrige Fahrzeuge

Der Verein betreibt nicht nur historische Eisenbahntechnik, sondern auch Fahrzeuge des Städtischen Öffentlichen Nahverkehrs.

Den Oberleitungsbus Škoda 9 Tr HT26, Nummer 353, baute das Werk Škoda Ostrov nad Ohøí im Jahr 1979. Er wurde den Verkehrsbetrieben Pardubice zugeteilt und ab September 1979 eingesetzt. Hier fuhr er bis 1995, und zwei Jahre später kaufte ihn der PSHŽD und begann mit seiner Renovierung. Erstmals stellte er sich der Öffentlichkeit im Herbst 1998 vor. Seit dieser Zeit ist er voll betriebsfähig und präsentiert sich jährlich bei nostalgischen Fahrten in Pardubice. Während seines musealen Lebens hat er auch schon andere Orte besucht, z.B. Zlín, Chrudim, Orel oder Slatiòany.

Den Oberleitungsbus Škoda Sanos, Nummer 329, produzierte Škoda Ostrov nad Ohøí im Jahr 1987. Er wurde nach Zlín geliefert, wo er bis 2002 in regelmäßigem Betrieb fuhr. Im Herbst 2003 kaufte ihn dann der Verein und für ein knappes Jahr befand er sich in einer Deponie. Im folgenden Jahr gelang mit Hilfe der DPMP, a.s. seine Revitalisierung. Unter Betrieb gelingt es weitere Reparaturen an diesem Fahrzeug zu realisieren, insbesondere durch Beiträge der Stadt Pardubice und des Pardubicer Bezirks. Der Bus ist das einzige voll betriebsfähige Stück dieses Typs in der Tschechischen Republik.

Der Schleppwagen Karosa B40 wurde im Karosseriewerk in Vysoké Mýto im Jahr 1953 hergestellt. Er fuhr bis 1977 in Pelhøimov, dann wurde er der JZD verkauft und diente als Hütte auf dem Feld. In Pardubice fuhr dieser Typ bis zum Jahr 1966 auch mit Oberleitungsbussen. Der Anhänger wurde in der ersten Jahreshälfte 2000 für die Sammlung gewonnen. Seit 2007 läuft seine anspruchsvolle Renovierung. Nach deren Abschluss erhält er den Anstrich der Pardubicer Verkehrsbetriebe und die Erfassungsnummer 3.

Den überdachten Wagen Ztrc 1-36354 produzierte das Mährisch-Schlesische Waggonwerk in Studénka 1946. Der Wagen war bis 1990 im normalen Betrieb. Danach wurde er ausgesondert und stand einige Jahre in Brünn. Von dort wurde er für museale Zwecke gewonnen. Unser Verein kaufte ihn im Jahr 2000 von einem anderen Eisenbahnverein. 2006 wurden die hölzernen Teile repariert und neuer Lack aufgetragen.

Außer den oben beschriebenen Wagen besitzt der Verein PSHŽD noch weitere Fahrzeuge, die im Zustand der Renovierung sind oder auf die Renovierung warten, zum Beispiel den überdachten Eisenbahnwagen Zm aus dem Jahr 1899, den Bus ŠM 11 aus dem Jahr 1980 und weitere.

Wir stellen sicher

- Fahrten mit Triebwagen M131.1, ggf. ergänzen wir einen Anhängewagen BDlm oder einen überdachten Wagen Ztrc (für den Transport von Fahrrädern). Geeignet für Gruppen- oder Familienausflüge, für Hochzeiten, verschiedene Jubiläumsfeiern, Firmenaktionen usw.
- Fahrten mit historischen Oberleitungsbussen in Pardubice. Geeignet als außergewöhnlicher Transport zur Hochzeit, für Feiern unterschiedlicher Jubiläen, Treffen usw.
- Besichtigung des Museums Rosice n. L. auch außerhalb der üblichen Öffnungszeit nach gegenseitiger Vereinbarung
- Präsentation der Garteneisenbahn LGB
- und vieles weitere

Kontakt :
Pardubicer Verein für die Geschichte des Eisenbahnverkehrs
(Pardubický spolek historie železnièní dopravy)
Na Staré poštì – depo
530 02 Pardubice 2
Tschechien
Tel.      +420 604 926 620
            +420 776 253 532

E-Mail pshzd@email.cz

www.pshzd.cz
(www.motoracek.cz)


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